Teroson Bautechnik

Grundlagen Dichtfolien und Bänder

Grundlagen Dichtfolien und Bänder

Im Bereich Fensterabdichtung haben sich verschiedene Technologien durchgesetzt. Dichtfolien haben ihren festen Platz in der Abdichtung, da sie die universellste und sicherste Form der Abdichtung darstellen. Auch ist den bauphysikalischen Anforderungen ideal durch Dichtfoliensysteme nachzukommen.

Fensteranschluss (außen) im Detail

Die Voraussetzung für eine gute Fensterabdichtung ist ein Glattstrich im Laibungsbereich. Insbesondere bei Gitterziegeln ist der Glattstrich zwingend notwendig, da das stirnseitig offene Lochbild sonst nicht abzudichten ist (045).

Beim Anbringen der Fensterfolien am Fensterelement ist darauf zu achten, dass im Eckbereich die Folie mit einer Schlaufenbildung am Element verklebt wird. Die Schlaufe sollte immer so groß ausgebildet werden, dass sie 1 cm größer ist als der Abstand zwischen Fensterelement und Baukörper (046).

Fensterausschnitt mit Glattstrich

Blendrahmen mit umlaufender Folie inkl. Schlaufenbildung

Verankerung des Blendrahmens

Andruck mit einem PE-Spachtel

Alternativ kann die Folie in den Eckbereichen auch überlappend geklebt werden. Der Überlappungsbereich für Anfang und Ende der Fensterfolie sollte mindestens 5 cm betragen und nicht im Eckbereich liegen. Nachdem die Folien rundum am Fenster angeklebt und mit einer Hartgummirolle angerollt sind, wird das Fenster in die Öffnung eingesetzt, ausgerichtet und mechanisch verschraubt (047).

Überputzbare Fensterfolien können auf unterschiedliche Weise am Baukörper befestigt werden. Es besteht die Möglichkeit, vollflächig selbstklebende überputzbare Folien zu verwenden, z. B. TEROSON FO FOIL-TACK. Diese Folien werden insbesondere auf glatten Untergründen immer häufiger verwendet. Die leichte, primerlose Verarbeitung und die vollflächige Verklebbarkeit sind bei der Abdichtung von Fenster- und Haustürelementen zeit- und geldsparend. Das Fensterelement wird in der Dämmebene vor der Wand montiert. Die Folie wird nach dem Klebstoffauftrag mit einem PE-Spachtel an den Untergrund angedrückt (048).
Je nach Einbausituation haben sich verschieden Beschaffenheiten von Folien durchgesetzt.

  • „Textile“ sog. Vlieskaschierte Folien mit kapillar-ziehender Wirkung für die anschließende Putzhaftung – vorwiegend im Bereich Lochfenster (Massivfassaden) oder
  • „Kunststoff“ sog. Verblendbare Folien mit glatter Oberfläche für „Schattenfugen“ in der Vorhangfassade.

Neben der Beschaffenheit ist das Diffusionsverhalten der Foliensysteme entscheidend für die bauliche Lage. Werden diese

  • auf der kalten Bauwerksseite und damit außen eingebaut, müssen diese „Wasserdampf-diffusions-offen“ sein. Werden Foliensystem
  • auf der warmen Bauwerkseite eingesetzt, sind „Wasserdampfdiffusionsbremsende“ oder „dampfdichte“ Folien zu montieren.

Die die geplante Konstruktion und die sich daraus ableitenden notwenige Folienführung gibt vor, welche Klebstoffausstattung der Folien einzusetzen ist. An Rahmen und an Mauerwerk. So kann die Folie am Rahmen geklemmt, geklebt oder mechanisch fixiert werden. Wird sie an den Rahmen geklebt, so ist die mit einem selbstklebendem Montagestreifen (SK1) ausgestattet. Gerade am Mauerwerk oder anderen Untergründen ist der Klebstoffeinsatz ganz entscheidend und nahezu essenziell. Dieser kann ein einzelne Selbstklebstreifen haben, kann vollflächig selbstklebende ausgestattet oder mit eine Nassklebesystem montiert werden.

  • Bei glatten Untergründen können die sehr schnell und effizient zu verarbeitenden vollflächig-selbstklebenden Folien eingesetzt werden.
  • Ist der Untergrund uneben und nicht ideal vorbereitet, ist die Verarbeitung mit Pasten dringend empfohlen. Die Pastenverarbeitung ist im Übrigen die universellste und sicherste Montagelösung, da sie Unwägbarkeiten im täglichen Baugeschehen am besten verzeihen und ausgleichen kann.

Zudem ist ein Nassklebstoffsystem im ausgehärteten Zustand sehr viel robuster gegen nachträgliche Zug- und Scherbelastungen. Die Dichtfoliensysteme sind jedoch nicht immer die erste Wahl, da Gebäudebeschaffenheit (bspw. Klinker/Sichtbauerwerk außen) in der Renovierung und Denkmalschutz die Produktleistungskraft und Wirtschaftlichkeit von diesen Dichtfoliensystemen ausschließen.

Beachte

  • Glattstrich erforderlich
  • Die Schlaufe 1cm größer als der Abstand zwischen Baukörper und Fensterelement ausbilden.

Ein paar Vorteile und Nachteile von Dichtfoliensystemen im Überblick:

Vorteile

  • Alle festen Untergründe (mit entsprechen dem Pastensystem)
  • Für große Fugentoleranzen
  • Sofort wasserdicht (bei selbstklebenden Systemen)
  • Keine Wartungsfuge
  • Sichere Eckausführung
  • Ideale SD Wertausstattung (innen oder außen)
  • Perfekt für die Vorwandmontage
  • Vormontage in der Halle zudem möglich
Nachteile

  • Keine permanente UV Beständigkeit in der direkten Bewitterung
  • Nicht bei vorhandenem Sichtmauerwerk einsetzbar (Renovierung)
  • Zusätzliche Putzarbeiten im Renovierungsfall notwendig

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