Teroson Bautechnik

Fassadenabdichtung

Abdichtung der wichtigsten Fassadenkonstruktionen

Da die Abdichtung konstruktionsbedingt unterschiedliche Lösungen/Abdichtungssysteme benötigt, unterscheiden wir im vorliegenden TEROSON Profi Guide zwischen der „Fassadenabdichtung“ und der „Fensterabdichtung“. Die Abdichtungen der wichtigsten Fassadenkonstruktionen, die mit TEROSON Produkten ausgeführt werden können (vorgehängte/hinterlüftete Fassade, Doppelfassade, Elementfassade, Pfosten-Riegel-Fassade und Wechselfassade), werden in Kapitel 2 „Fassadenabdichtung“ dargestellt.

Themenübersicht

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Doppelfassade

Elementfassade

Pfosten-Riegel-Fassade

Wechselfassade

Glasfassade

Abdichtung in der Vorhangfassade

Die Rahmenkonstruktion einer Vorhangfassade enthält fest eingesetzte Füllungen, z. B. als Gestaltungselement, sowie durchsichtige Elemente wahlweise als festverglaste Elemente oder Fensterelemente zum Öffnen. Bei einer Vorhangfassade in Elementbauweise werden die einzelnen Elemente grundsätzlich nur im Attika- und Fußpunktbereich umlaufend abgedichtet. Bei einer Vorhangfassade in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion werden die einzelnen Fassadenelemente umlaufend zu den Pfosten und Riegeln abgedichtet.

Abdichtung von hinterlüfteten Fassaden

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ist sowohl im Industrie- und Bürobau als auch im Wohnungsbau sehr oft anzutreffen. Bei diese Art der Gebäudehülle befindet sich eine Luftschicht zwischen dem gedämmten Gebäude und der witterungsbeanspruchten Fassade. Diese garantiert eine permanente Hinterlüftung der Außenhaut und schützt das Innere der Gebäudehülle vor Feuchtigkeit und Wärme. So wird die Kondensatbildung zwischen Fassade und Dämmung vermieden. Bei hinterlüfteten Fassaden erfolgt die Abdichtung in der Regel pro Geschoss umlaufend ums Gebäude. Hier kommen in der Regel verblendbare Foliensysteme zum Einsatz. Auf der Innenseite werden häufig verputzte Laibungsanschlüsse geplant.

Abdichtung von Doppelfassaden

Doppelfassaden, oder auch „Zweite-Haut-Fassaden“, sind (z. T. auch geschosshohe) Fensterelemente (Bandfassaden). Der konstruktiv und bauphysikalisch richtige Aufbau stellt sich wie folgt dar: In die raumseitige Primärfassade werden zu öffnende Fensterelemente aus hauptsächlich Isolierglas eingebaut, in die äußere, mit einem Abstand davor, wird eine Festverglasung ESG (meist Sonnenschutzisolierglas) installiert. Ein Sonnenschutz/Blendschutz wird, vor Verschmutzung und Witterungseinflüssen (insbesondere Wind) geschützt, im Fassadenzwischenraum angebracht, der gleichzeitig energietechnisch planbar eingesetzt werden kann. Die Herausforderung für die Konzeption von Doppelfassaden liegt in der Konzeptionierung von Öffnungen, um die Gebäude natürlich belüften zu können – z. B. im Sommer, um die kühlere Nachtluft zur Absenkung der Gebäudetemperatur zu nutzen oder um den Wärmeverlust im Winter zu reduzieren. Zudem soll der Schallschutz gegenüber dem Außenlärm verbessert werden, wofür konstruktiv gesehen genau gegenläufige Maßnahmen nötig sind. Es gibt vier verschiedene Doppelfassaden-Typen:

  • Kasten-Doppelfassade
  • Schacht-Kasten-Doppelfassade
  • Korridor-Doppelfassade
  • Mehrgeschoss-Doppelfassaden

Abdichtung von Elementfassaden

Elementfassaden bestehen aus werkseitig vorgefertigten, mind. geschosshohen Elementen (007). Sie können für einschalige oder zweischalige Fassaden konzipiert werden. Durch Kopplungsstöße mit sich überlappenden Dichtprofilebenen können sie vertikal, aber auch horizontal miteinander verbunden werden. In der Regel bestehen diese Profile aus Sonderentwicklungen, die speziell den besonderen Anforderungen des Gebäudes (Feldgröße, Brand- und Schallschutz) bzw. der Elementfertigung (Ausbildung der Kopplungsstöße) angepasst werden. Elementfassaden werden durch den hohen Anteil von stranggepressten Sonderprofilen aus thermisch getrennten Aluminiumprofilen hergestellt. Vor der Rohbauebene werden sie geschossweise von unten nach oben angeordnet. Sie bilden, insbesondere für großflächige, einheitlich gestaltete Fassadenflächen (z. B. bei Hochhäusern), den kompletten Raumabschluss. Die Verglasung erfolgt (z. B. im Falle der Reparatur) meist von der Rauminnenseite.

Die Abdichtung einer Elementfassade erfolgt in der Regel am Fuß- und Attikapunkt umlaufend ums Gebäude. Im Fußpunktbereich muss gemäß der DIN 18533 abgedichtet werden. Die TEROSON FO KSK M+S sollte überlappend mindestens 80 mm auf eine bereits vorhandene Kellerabdichtung (z. B. Bitumendickbeschichtung) oder einer Terrassenabdichtung geklebt werden. Der Attikaanschluss wird umlaufend zwischen dem Fensterelement und dem Baukörper mit der TEROSON FO 150 FOIL-TACK M+S auf der kalten Bauteilseite abgedichtet. Nachdem die Dämmung angebracht wurde, wird vom Fensterelement über die Dämmung bis über die Attikabrüstung die dampfdiffusionsoffene TEROSON FO SD3 verklebt (008).

Konstruktionsweise einer Elementfassade

Attikaanschluss im Detail

Abdichtung von Pfosten-Riegel-Fassaden

Die Pfosten-Riegel-Konstruktion, ein Fassadensystem aus tragenden Profilen, wird dort geplant, wo besonders hohe Einbauhöhen erzielt werden müssen. Diese Konstruktionsart lässt großflächige Öffnungen genauso zu, wie feststehende Fassadenelemente. Ihr Vorteil ist, dass durch den Einsatz von variablen Profilabmessungen und durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien, wie Aluminium, Stahl oder Holz, die Konstruktion fast jeder Einbausituation angepasst werden kann.

Die einzelnen Fassadenelemente können zeit- und kostensparend im Vorfeld gefertigt und auf der Baustelle zügig montiert werden. Dabei muss die Abdichtung zwischen Fassadenelement und Baukörper sorgfältig geplant und bauseitig ausgeführt werden. Der obere und untere Anschluss der Fassadenelemente zwischen den einzelnen Geschossen wird durch die Verklebung vom Fassadenelement zum Baukörper mit einer TEROSON FO SD150 M+ S ausgeführt. Danach wird ein sogenannter Dämmkeil eingesetzt, der durch die Verklebung einer TEROSON FO SD3 Folie geschützt wird (009).

Die TEROSON Produkte kommen in der Regel zur Abdichtung der Fassadenelemente zwischen den einzelnen Pfosten und Riegeln zum Einsatz (010). Dabei wird die TEROSON FO SD150 M+S Folie zwischen den einzelnen Fensterelementen zum Baukörper geklebt, bevor die Dämmung eingebracht wird.

Oberer und unterer Anschluss zwischen
Fassadenelementen im Detail

Seitlicher Anschluss zwischen zwei Fassadenelementen

Geeignete Produkte für die Abdichtung:

TEROSON FO KSK M+S

TEROSON FO SD3 / TEROSON FO SD3 SK1 / TEROSON FO SD3 SK2

TEROSON AD KDS

Abdichtung von Wechselfassaden

Doppelfassaden sind mittlerweile Stand der Technik. Eine Weiterentwicklung der Doppelfassade ist die Kombination mit einschaligen Fassaden zu den sogenannten Wechselfassaden. Dadurch kann in der kalten Jahreszeit die vorgewärmte Luft aus dem Luftzwischenraum der Doppelfassaden zur Belüftung des Gebäudes mit vorgewärmter Luft verwendet werden. Die Abdichtung der einzelnen Elemente erfolgt separat zum Baukörper.

Geeignete Produkte für die Abdichtung:

TEROSON FO KSK M+S

TEROSON FO SD3 / TEROSON FO SD3 SK1 / TEROSON FO SD3 SK2

TEROSON AD KDS

Abdichtung von Glasfassaden

Glasfassaden erfreuen sich aufgrund ihrer repräsentativen Gestaltungsmöglichkeiten in Kombination mit natürlicher Beleuchtung immer größerer Beliebtheit. Diese Art der Fassadenkonstruktion muss sorgfältig geplant werden, insbesondere in Bezug auf Energieeinsparung, Schall- und Wärmeschutz sowie Be- und Entlüftung des Gebäudes. Aufgrund der hohen Transparenz muss in den meisten Fällen eine äußere Beschattung vorgesehen werden.

Geeignete Produkte für die Abdichtung:

TEROSON TA ALU

TEROSON BAUTECHNIK

PROFI-Guide

Das umfangreiche Wissenslexikon für Abdichtungstechnik

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